Okt 22, 2009 von Nils
Sublime Text – Konkurrenz für Notepad++
Der Alleskönner unter den Editoren Notepad++ dürfte den meisten wohl ein Begriff sein. Dieser besticht vor allem durch seine Vielfältigkeit, wirkt zugleich aber nicht überladen und verbraucht nur sehr wenig Platz. Den beliebten Editor nutze ich meist auch als Notepad Ersatz, oft um kurz ein paar Zeilen Code in einer Datei zu ändern, selten aber für größere Projekte. Für letzteres ziehe ich dann eine größere IDE wie beispielsweise Aptana oder Netbeans vor. Trotzdem ist ein Editor wie Notepad++ auf meinem System eben für die vielen kleinen Dinge, für die eine große IDE zu mächtig ist, unerlässlich.
Bisher konnte mich kein anderer Editor so recht von Notepad++ abbringen, doch vor ein paar Tagen habe ich eine wirklich konkurrenzwürdige Alternative entdeckt, die mir bis dato nicht bekannt war. Diese trägt den Namen Sublime Text und steht auf der Projektseite kostenlos zum Download zur Verfügung.
Features die für Sublime Text sprechen:
Syntax Highlighting mit vielen Farbschemas
Das Standard Theme von Sublime Text ist sehr dunkel gehalten, was mir persönlich ausgesprochen gut gefällt. Ich empfinde ein dunkles Farbschema als deutlich angenehmer für die Augen, was aber vermutlich auch Geschmackssache ist.
Wem das dunkle Schema nicht gefällt, kann eine der insgesamt 18 alternativen bereits integrierten Highlighting Konfigurationen auswählen.
MiniMap
Die MiniMap ist eines der Vorzeigefeatures des kleinen Editors. Mit dessen Hilfe ist es möglich, schnell innerhalb des gesamten Dokuments zu navigieren. Dies erfolg über eine an der linken Seite platzierten Übersicht des gesamten Dokuments, über welche mit Hilfe eines Schiebereglers schnell an bestimmte Codestellen gesprungen werden kann.
Der in der MiniMap markierte Bereich wird also im Hauptfenster immer in der normalen Ansicht dargestellt.
Mehrere Dokumente gleichzeitig betrachten
Der Editor beinhaltet ebenfalls verschiedene Ansichten um mehrerer Dokumente gleichzeitig zu editieren. Standardmäßig werden diese innerhalb einzelner Tabs angezeigt. Möchte man mehrere Dokumente gleichzeitig betrachten, so kann das Fenster des Editors in bis zu vier Teile aufgeteilt werden.
In jedem der Fenster kann nun immer ein anderes Dokument platziert werden.
Vielfältigkeit
Zu guter letzt spricht natürlich noch die Vielfältigkeit für Sublime Text. Der Editor verbraucht zwar nicht viel Platz auf der Festplatte, unterstützt aber genau wie Notepad++ sehr viele Programmier-, Script- und Auszeichnungssprachen.
Zusätzlich liegen für jede dieser Sprachen noch diverse Code Snippets bereit:
Weitere nennenswerte Features sind noch der Vollbildmodus, das Suchen und Ersetzen via. regulärer Ausdrücke, auto complete oder das automatische speichern der Dokumente. Sublime Text hat allerdings noch viel mehr zu bieten. Eine vollständige Liste aller Funktionen findet man auf der Projektseite.
Was eventuell dagegen spricht:
Nur auf Englisch
Leider gibt es bisher noch keine deutsche Übersetzung für diesen wirklich schönen Editor. Wer allerdings Programmiert, sollte der Englischen Sprache mächtig sein. Deshalb finde ich diesen Punkt für mich auch nicht sehr störend.
Lizenz
Komischerweise kann die Software keiner Lizenz so richtig zugeordnet werden. Die kostenlose Version kann so lange wie man möchte genutzt werden. Trotzdem gibt es die Option das Programm auch zu kaufen, obwohl bereits die kostenlose Version den vollen Umfang bietet, weshalb der Kauf wohl eher als Spende angesehen werden kann
Zusammenfassung:
Trotz der zwei kleinen Kritikpunkte halte ich Sublime Text auf jeden Fall für eine starke Konkurrenz zu Editoren wie Notepad++. Seitens des Designs und des Syntax Highlightings halte ich Sublime Text jedenfalls für gelungener. Es kann also meiner Meinung nach nicht schaden sich diesen kleinen Editor mal näher anzusehen.
Kann Sublime Text auch eurem favorisierten Editor Konkurrenz machen?
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zum Farbschema:
Heißt in Notepad++ “Bespin”. Nutz ich schon relativ lang, ich glaube aber dass ich erstmal den nutzen werde.
Die MiniMap finde ich genial. So etwas muss der N++ auch haben. Eventuell wird ja ja nachgerüstet.
Leider wieder nicht etwas brauchbares für Mac. NP++ gibt es auch schon nicht dafür
Das sehe ich wie Paul. Sowas wie die Minimap vermisse ich auch im NP++. Oder eine Auswahl der Funktionen im aktuellen Dokument als Inhaltsverzeichnis. Ein Grund mir dieses Teil mal anzusehen.
@maTTes: Für Mac gibt es doch viele schöne Alternativen. Komodo Edit wäre beispielsweise open source und empfehlenswert. Ansonsten fallen mir spontan noch TextMate, Coda und Espresso ein. Letztere sind aber auch alle nicht kostenlos
Finde das Programm super, vor allem das Feature zwei Dokumente nebeneinander anzuzeigen.
Bis her benutze ich Notepad2, weil das Programm einfach super klein ist und man damit ganz einfach das normale Notepad ersetzen kann.
Werde warscheinlich auch weiterhin Notepad2 verweden, da man damit ganz einrfach per “-”-Zeichen ganze Codeblöcke zuklappen kann.
Finde ich sehr praktisch.
Gruß
Hannes
@Hannes: 2 Ansichten kann N++ auch. Einfach einen Tab nach rechts ziehen und loslassen. Ist wirklich praktisch.
Danke Nils, werd ich mir mal ansehen.
Bisher arbeite ich mit Eclipse, das find ich aber schon unperformant bzw. verschwenderisch mit den Ressourcen.
Durchaus interessant, probier ich mal beim Java lernen aus.
[...] alternativen her. Lange Zeit war ich ein glühender Verfechter von Notepad++, aber seitdem ich via Webdomination über Sublime Text gestolpert bin, mache ich mir über diese Entscheidung seit langer Zeit zum [...]
[...] Nils habe ich kürzlich Sublime Text entdeckt und ausprobiert. Der optisch sehr ansprechende Editor [...]
[...] her. Lange Zeit war ich ein glühender Verfechter von Notepad++, aber seitdem ich via Webdomination über Sublime Text gestolpert bin, mache ich mir über diese Entscheidung seit langer Zeit [...]