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TeraCopy, Robocopy, Talent Copy oder doch beim Windows Standard bleiben? > Software, Windows

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TeraCopy, Robocopy, Talent Copy oder doch beim Windows Standard bleiben?

Hier und in diversen anderen Blogs wurde schon des Öfteren über Tools wie TeraCopy geschrieben, welche den Kopiervorgang unter Windows einerseits beschleunigen und andererseits auch etwas erleichtern wollen. Ich habe hier bereits TeraCopy, Talent Copy, und Robocopy samt RichCopy Interface vorgestellt, aber mich persönlich nie für eine der drei Varianten entscheiden können.

copy_paste 

Gestern habe ich mir dann aber doch einmal die Zeit genommen und alle drei Tools Performancetechnisch miteinander verglichen. Grundsätzlich stellte sich schnell heraus, dass zumindest alles schneller als der Standard Windows Kopiervorgang ist, wenn auch meist nur marginal. Wer allerdings mehrere hundert GB kopiert, wird den Unterschiede natürlich stärker wahrnehmen können. Außerdem arbeiten alle Tools deutlich Zuverlässiger als die Windows interne Variante und bieten darüber hinaus noch etliche zusätzliche Features.

In meinem Test habe ich als erstes viele kleine Dateien in mehrfach verschachtelten Unterordnern kopiert. Anschließend nur eine Datei mit einer Größe von 4,5GB. In beiden Fällen lag auf meinem System TeraCopy leicht vorne, obwohl ich und einige Leser in einer vorherigen Version mit dieser Software eher Probleme unter Windows 7 hatten.

tera_copy

Genaue Daten über die Dauer der Kopiervorgänge wären uninteressant, da meine System- und Datenpartition jeweils mittels TrueCrypt verschlüsselt sind und das den Kopiervorgang doch etwas bremst. Außerdem wollte ich mit diesem Beitrag nur eine kleine Empfehlung aussprechen.

Aufgrund der durchweg guten Performance und Vielfältigkeit fällt meine Wahl ganz klar auf TeraCopy. Talent Copy liegt zwar fast gleichauf, hat aber kaum nennenswerte zusätzliche Funktionen. Robocopy ist zwar sehr zuverlässig, war in meinen kleinen Tests allerdings immer etwas langsamer. Da das Microsoft Tool allerdings noch einiges mehr kann und sich auch wunderbar für inkrementelle Backups eignet, bleibt es bei mir natürlich weiterhin installiert. Der Standard Kopier Dialog wird allerdings von TeraCopy ersetzt.

Auch wenn meine Test natürlich nicht repräsentativ sind, konnte ich damit eventuell bei einigen etwas Licht ins Dunkle bringen. Bisher hatte ich alle vier Varianten im Einsatz und konnte mich leider nie so wirklich für eine entscheiden – jetzt schon ;)

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Category: Software, Windows

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Autor: Nils

9 Responses

  1. Didi sagt:

    Ich benutze (bisher) fast ausschließlich Q-Dir unter XP. Mir fällt auf, dass sich bei Kopiervorgängen von mehreren GB andere Aktivitäten sehr verlangsamen, bzw. sich bei anderen Aktivitäten, und sei es nur das Öffnen des FF, der Kopiervorgang trotz 3 GB RAM extrem verzögert. Ich werde mal prüfen, ob sich das mit TerCopy verbessert.

  2. Chris sagt:

    Wen das Ganze auf technischer Ebene näher interessiert sei der Artikel unter http://blogs.technet.com/markrussinovich/archive/2008/02/04/2826167.aspx zu empfehlen. Dort werden unter Anderem die unterschieldichen Arten der Kopiervorgänge unter Windows XP, Vista und Vista SP1 betrachtet (man beachte, dass Microsoft ein eingenständoges Team besitzt, welches sich aussschließlich mit Kopiervorgängen befasst).
    Nach näherem Studieren des Artikels habe ich mich als realiter Nutzer von TeraCopy näher mit der Thematik auseinander gesetzt und kam durch diverse Tests zu dem Ergebnis, dass man sich spätestens ab Windows 7 kaum mehr Gedanken um externe Copyhandler machen muss, was die Performance angeht.

    Anders sieht es allerdings unter der Bedienbarkeit aus. Was dem Windows internen Copyhandler bislang noch fehlt ist das Queueing mehrerer Kopiervorgänge, ganz zu schweigen von Trafficlimitierung und einer pausieren/fortsetzen-Funktionalität. Somit kommt man leider an derartigne Tools nicht vorbei.

    Jedoch muss man dabei bedenken, dass externe Tools ein gewisses Eigenleben mit sich bringen. Beim Beispiel TeraCopy wird sämtliches vom nativen Betriebssystem verwaltetes Caching abgeschaltet und dies durch eigene Methodik ersetzt. Anstatt (wie in Win7) einmal 1024 KB zu lesen und diese in 16x64Kb wieder raus zu schreiben wird die zu kopierende Datei linear in 10 MB Blöcken eingelesen und wieder rausgeschrieben. Die Performance bleibt dabei in etwa die selbe, was abhängig ist von der eingesetzten Hardware. An und für sich ist das nicht weiter schlimm. Jedoch ist der windowseigene CacheManager vor externen Zugriffen sicher, sämtliche externen Tools besitzen sind dabei frei einlesbar.

    Langer Rede kurzer Sinn: Der windowseigene CopyHandler ist performant, da gibt es wenig dran zu rütteln (wer mir nicht glaubt soll mir das bitte mit einer stabilen Netzwerkumgebung und den Logs vom ProcessExplorer beweisen ;) ). Externe Tools bieten jedoch mehr Komfort. Selbst das einfache Beispiel einer Lanparty, in der sich jemand von sämtlichen Rechnern irgendwas rüberkopieren möchte, legt den CopyHandler von Windows bekannter Maßen auf Eis (man bedenke den Dateitransfer via Netzwerk und/oder von unterschiedlichen Betriebssystemen, siehe Artikel). Was die Zuverlässigkeit antrifft bleibt die Windowsvariante allerdings vorn.

    Btw, TeraCopy ragt vor allem aufgrund der Usability von Anbeginn der Installation an heraus. Wer dahinter kommt, wie die Programmierlogik aufgebaut ist wird es allein dafür lieben…

  3. fump sagt:

    Ich habe mal zu Testzwecken TeraCopy bei mir installiert (win7 64bit) und da fiel mir beim Verschieben direkt auf, dass die Ansicht nach dem Verschieben nicht aktualisiert wird (d.h. die zu verschobenen Dateien werden weiterhin im alten Ordner dargestellt). Ist das normal oder betrifft es nur mein System?!

  4. Didi sagt:

    Ich habe gestern Abend mein mit Wubi installiertes Ubuntu (ca. 17 GB) statt mit Q-Dir mit TeraCopy auf der exterenen USB2.0-Platte gesichert. Ohne den Datendurchsatz gemessen zu haben, jedoch durch Zeitnahme gemessen, spart Teracopy etwa 3 Minuten ein. Dabei bleibt die Performance des gesamten Systems im Gegesatz zu einem Kopiervorang mit Q-Dir/W-Explorer erhalten. Für große Kopiervorgänge werde ich künftig TeraCopy benutzen.

  5. Patrick sagt:

    Ich benutzt TeraCopy nur beim Kopieren übers Netzwerk, bei sehr vielen kleinen Dateien oder bei richtig großen Dateien.

    Für mal kurz nen paar Dateien auf derselben Partition verschieben dauert mir der Start von TeraCopy zu lange.

  6. Nils sagt:

    @Chris: Danke für die interessante Ergänzung! Muss dir Recht geben – unter Windows XP hat Software wie TeraCopy noch deutlich mehr Sinn gemacht. Mittlerweile weiß ich auch eher die zusätzlichen Features und die Zuverlässigkeit zu schätzen ;)

    @fump: Gerade mal kurz getestet. Das Problem tritt bei mir nicht auf.

    @Patrick: Ist da bei dir ein sehr großer Unterschied? Wenn ich TeraCopy als default Copy Handler einsetzte, merke ich eigentlich kaum einen.

  7. Patrick sagt:

    Naja es geht, kann auch sein, dass ich mich einfach an dem Fenster störe :)

    Also ich nehme TeraCopy nur bei Bedarf per Kontextmenü, ansonsten bin ich mit der Windows-Funktion zufrieden

  8. [...] Auch Nils hat vor gut einem Jahr mal einen Test gemacht und dort ist ebenfalls herausgekommen, dass Tera Copy bei ihm vorne lag. [...]