Feb 11, 2010 von Nils
Notizen verwalten mit Tomboy Notes
Wer einmal ein Linux mit Gnome Oberfläche genutzt hat, wird Tomboy Notes vermutlich kennen. Das kleine Tool, welches dem Gnome Projekt entsprungen ist, eignet sich hervorragen zum Verwalten von Notizen innerhalb unterschiedlicher Notizbücher. Danke an dieser Stelle nochmal an JumpLink, welcher Tomboy vor ein paar Tagen hier in den Kommentaren als Alternative zu Mindposting genannt hatte.
Unter Ubuntu habe ich Tomboy nie so wirklich meine Aufmerksamkeit gewidmet, was ich hiermit unter Windows nachholen möchte. Denn hinter dem unscheinbaren Tool verbirgt sich eine klasse Notizverwaltung, welche im Prinzip ähnlich aufgebaut ist wie ein Wiki. Es werden Notizbücher angelegt, in welche Notizen eingeordnet werden, welche wiederum untereinander “verlinkbar” sind. Dies geschieht sogar vollkommen automatisch, wenn der eingegebene Text mit dem Titel einer anderen Notiz übereinstimmt.
Tomboy liefert zusätzlich noch verschiedene Textmarkierungen mit, welche zum Hervorheben bestimmter Abschnitte dienen. Es scheint so, als hätte ich das Tool Jahrelang zu Unrecht ignoriert, denn die Notizverwaltung ist wirklich sehr durchdacht und durch die interne Verlinkung und Einordnung in verschiedene Notizbücher zudem noch sehr gut strukturiert. Wer möchte, kann Tomboy auch noch durch diverse Add-Ins um zusätzliche nützliche Features erweitern.
Hierzu gehört auch die Synchronisation der Notizen, auf welche ich aber eventuell nochmal in einem separaten Artikel eingehen werde. Wem Tomboy nicht zusagt, der kann sich alternativ an CintaNotes versuchen
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Tomboy nutze ich ausgiebig unter Ubuntu. CintaNotes ist bereits unter Windows ideal für mich. Schade, dass es Tomboy nicht portabel gibt.
Dafür habe ich Evernote
Portable, Mobil und auch lokal.
@Jeffrey: Ist mir etwas zu mächtig und macht natürlich mit Light DSL mal wieder keinen Spaß
Ich finde Tomboy ja wirklich super. Und unter Linux nutze ich es besonders. Unter Win hingegen ist es einfach zu buggy und nervt mich jeden Tag mindestens einmal. Zudem ist es nicht portable. Durch meine exzessive Nutzung unter Mint hat es sich inzwischen ergeben das ich meine Notizen über Ubuntu One synchronisiere. Und hier bin ich in die Falle getappt. Unter Win finde ich einfach keine anständige Alternative zu Tomboy, die auch mit One zusammen arbeitet.
Also pendle ich im Moment auf Win ständig zwischen Cloud Notizen über Google/Zoho für Snippets und Simplenotes/QuickFoxNotes für primitiven Text^^
Für letzteres nutze ich ResophNotes als Schnittstelle zum Desk.
Das ist nicht gerade befriedigend
Ich verstehe die Begeisterung nicht wirklich. Notizen von einem Rechner auf den anderen zu importieren ist ein Albtraum. Eine simple Importfunktion gibt es nicht. Stattdessen muss man in irgendwelchen versteckten Pfadstrukturen herum wühlen um alte Notizen manuell hineinzukopieren, und auf Ubuntu 11.04 klappt selbst das nicht.
Programme die bei mir Aggressionen auslösen fliegen gleich von der Platte, dafür ist mir meine Zeit zu schade.
Dazu kommt noch, dass die einzelnen Notizen nicht mit deren Überschrift abgespeichert werden, sondern einem Dateinamen der einem UUID ähnelt. Wenn man dann eine Notiz in einem Editor öffnen will (weil sie sich schließlich nicht importieren lassen), kann man nicht wissen welche Datei die Notiz ist die man braucht.
Suchen nach Textinhalt geht auch nicht, weil sie ja in einem versteckten Ordner sind, den man mit der Dateisuche nicht auswählen kann.
Das Programm erschießt sich also selbst, weil die Kette an Sackgassen immer wieder zurück zum Programm führt, und dort bekommt man seine Notizen aber nicht importiert.
Zum Glück habe ich eine besondere Strategie beim Systemwechsel aus leidvoller Erfahrung: Ich upgrade nie, sondern installiere immer frisch auf eine andere Partition. Das “alte” System bleibt über Monate intakt und ich kann das dann jederzeit hochfahren.
Gerade bei Tomboy hat sich diese Defizitstrategie wieder bewährt, denn so konnte ich wenigstens die Notizen als HTML exportieren.
Ich würde abschließend sagen, Tomboy ist an meinem Prinzip des Weges des geringsten Widerstands gescheitert. Wenn das integrieren eines alten Datenbestandes, der auch noch im hauseigenen Format vorliegt länger als 5 Minuten Anstrengung dauert, dann taugt entweder das Programm oder dessen Usabiltiy nix.