Apr 17, 2010 von Nils
WinContig defragmentiert Ordner und Dateien
Gute kostenlose Tools zum Defragmentieren gibt es zu genüge und wurden hier bereits mehrfach erwähnt. WinContig ist ebenfalls frei erhältlich, unterscheidet sich aber in seiner Art ein wenig von der Konkurrenz.
Im Gegensatz zu den Meisten Software Lösungen auf diesem Gebiet, ermöglicht WinContig das Defragmentieren von Ordnern und einzelnen Dateien. Wer also in Zukunft beispielsweise sein Windows Verzeichnis “aufräumen” möchte, der muss dafür nicht gleich die gesamte Systempartition defragmentieren.
Bevor der eigentliche Vorgang startet, steht optional noch eine Überprüfung des Datenträgers auf Lesefehler zur Verfügung.
Anschließend, ebenfalls optional durchzuführen, kann eine Datenträgerbereinigung angesetzt werden, um Windows von Temporären Dateien zu befreien. Die Defragmentierung selbst war in meinem Test sehr schnell – Hier habe ich lediglich das WIndows-Verzeichnis defragmentiert.
Wer trotzdem seine gesamte Festplatte einbeziehen möchte, kann diese natürlich auch über das Auswahlmenü in die Liste einfügen. Diese kann auch mit einer passenden Bezeichnung als Profil abgespeichert und bei Bedarf einfach wieder geladen und ausgeführt werden. Zu guter Letzt ist WinContig auch noch portabel nutzbar
[via]
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Tja – das mit dem defragmentieren – was bringt das wirklich? Weiß gar nicht, ob ich das hier schon mal gefragt hab, oder woanders.
Bis jetzt halt ich das so, das ich ab und an mal nachgucke. Und wenns an 10% rangeht, dann mach ich das mit MyDefrag/JKDefrag. Einen “Geschwindigkeitsschub” hab ich aber noch nicht gemerkt.
Oder kommt der erst, wenn die Partition richtig voll und “ordentlich” fragmentiert ist? Beides ist bei mir noch nie der Fall gewesen. Oder bringt das nur bei älterer Hardware was? Hab ich ja nicht mehr. Hmm, hmm?
@JürgenHugo: Ich versuchs mal möglichst vereinfacht und verständlich zu erklären:
Die Daten auf deiner Festplatte sind immer in einzelne Blöcke unterteilt. Im Optimalfall sind diese einzelnen Blöcke direkt hintereinander angeordnet, damit der Schreib- Lesekopf deiner Festplatte nicht so viel hin und herspringen muss. Mit der Zeit verteilen sich diese einzelnen Blöcke an unterschiedliche Stellen auf deiner Platte – deine Festplatte fragmentieren also.
Bei der Defragmentierung wird eben versucht, zusammenhängende Datenblöcke wieder hintereinander anzuordnen, um letztendlich einen schnelleren Zugriff zu gewähren.
Die Grafik auf der Wikipedia verdeutlicht das eigentlich ganz gut:
http://bit.ly/a1ehBZ
@Nils: ich hab mich da evtl. was mißverständlich ausgedrückt. Das Win die Daten nicht schön “ordentlich” verteilt, sondern ziemlich schlampig einfach irgendwo hinlegt, wos gerade passt – DAS ist mir bekannt.
Auch, das das Defragmentieren letztlich versucht, soviel Ordnung als möglich in das Chaos zu bringen – alles bekannt. In deinem Link is das ja gut zu sehen (ich hab mir das GIF gleich runtergeladen, sowas lieb ich ja).
Ich wills mal so formulieren: du und ein Kumpel laufen um die Wette. Ihr seit beide ungefähr gleich schnell. Aaber: ihr habt Straßenschuhe an, einen schweren Koffer an der Hand und einen dicken Rucksack auf dem Buckel, mit schweren Steinen drin.
Jetzt fängst du an, zu optimieren: Nikes mit Spikes, Sporthemd und Hose, Koffer weg, Rucksack weg. Na, was wird passieren?
Genau – du wirst deinem Kumpel gnadenlos wegrennen – der hat “0″ Chance. Das Ergebnis der Optimierung ist vollkommen klar ersichtlich – für jeden (du glaubst mir das ja auch sicher, OHNE das nun wirklich probieren zu müssen).
Defragmentieren ist ja auch nix anderes, wie Optimieren: die Daten werden soweit als möglich geordnet, damit sich die Schreib/Leseköpfe so wenig wie möglich hin und her bewegen müssen. Mir gings dadrum: was/wieviel bringt das?
Wovon hängt das ab, wieviel das bringt? Bei einem Uraltrechner mit total “versiffter” HDD dürfte das ja ein bißchen mehr bringen als bei einem ganz neuen, wo wenige Daten drauf sind – und die ziemlich aufgeräumt. Aber das sind Extremfälle.
Kann man da überhaupt was einigermaßen allgemein gültiges sagen? Oder gibt es als Antwort nur das “absolute Vielleicht?”. Dahin zielt mein erster Kommentar – ich hoff mal, das ich das jetzt verständlich rübergebracht habe.
@JürgenHugo: Das es einen gewissen Geschwindigkeitsvorteil bringt ist ja unumstritten – Wie viel es dann letztendlich prozentual ausgedrückt ausmacht, kann man natürlich pauschal nicht sagen. Das ist stark abhängig von deiner Festplatte, Betriebssystem, Dateisystem Grad der Fragmentierung etc.