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Eigener Home Server – Lohnt sich das? > Hardware

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Eigener Home Server – Lohnt sich das?

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Als ich meinen selbst gebauten Home Server in groben Zügen fertig konfiguriert hatte, gab es hier bereits ein erstes Fazit zu lesen. Bis heute habe ich aber nie wirklich etwas darüber geschrieben, ob sich ein eigener Server überhaupt in diesem Rahmen lohnt oder beispielsweise schon ein günstiges NAS am Ende doch die bessere Lösung ist.

Ich beschränke mich dabei ganz bewusst fast ausschließlich auf den Server als zentralen Datenspeicher, da hier wohl für die meisten der Haupt Anwendungsfall liegt, mich natürlich eingeschlossen.

Vorteile

Die Vorzüge eines eigenen Home Servers liegen eigentlich klar auf der Hand. Die Möglichkeiten sind hier weitaus vielseitiger als bei jeder fertig Lösung, die sich meist auf eine bestimmte Aufgabe konzentriert. Auch in Sachen Performance leistet bereits eine sehr günstige Konstellation auf Intel Atom Basis deutlich mehr als jedes Consumer NAS.

Dank ZFS kann ich somit auf meinem System zehnminütige Revisionen der Sicherungen und dort abgelegten Daten zurückgreifen, was ich zum Glück bisher nie musste ;)

Auch in Sachen Kapazität und möglicher Redundanz eines Festplattenverbundes kann ein Server für einen günstigen Preis bereist sehr viel leisten. Erweiterbarkeit spielt hier natürlich auch eine Rolle – reichen mir zwei Festplatten nicht mehr aus, klemme ich einfach zwei weitere an den Server (sofern das Mainboard entsprechen viele SATA Ports zur Verfügung stellt).

Zu guter Letzt bereitet so ein eigener kleiner Server natürlich auch einfach Spaß.

Nachteile

Die oben genannten Vorzüge sprechen zwar eine deutliche Sprache, bringen aber fast alle auch gleichzeitig einen Nachteil mit sich. Zwar ist Vielfältigkeit schön, aber greife ich im Alltag wirklich darauf zurück? Je weitreichender die Möglichkeiten, desto komplexer das darunterliegende System. Nicht jeder ist in der Lage einen Linux oder Windows Server in jeder Situation zu administrieren. Habe ich nicht wirklich Ahnung von der Materie, kann ich auch sehr schnell mein System und damit auch mein gesamtes Backup verlieren. Letzteres ist bei einem zentralen Datenspeicher zur Datensicherung natürlich weniger erfreulich ;)

Auch der Einstiegspreis ist bei einem eigenen Server nicht unerheblich, auch wenn bereits 300€ für ein ganz ansehnliches System reichen.

Fazit:

Vergleiche ich mein damaliges Fazit mit dem heutigen Stand der Dinge, fällt mir vor allem auf, dass sich der Haupt Anwendungsfall für mich sehr schnell auf die Sicherung meiner Daten beschränkt hat. Dinge wie Multimediastreaming oder Downloads auf den Server auszulagern haben sich bei mir nie wirklich durchsetzen können und schnell ihren Reiz verloren.

Wer sich also einen kleinen Server für zu Hause ausmalt, sollte sich über den Kosten/Nutzen Faktor im klaren sein. Ich würde trotzdem wieder zur DIY-Lösung greifen, einfach weil ich Spaß an so einem System habe, die Arbeit mit FreeBSD mag und dabei natürlich auch immer etwas dazu lerne.

Geht es hauptsächlich um möglichst Stressfreie Backups, ist in den meisten Fällen ein ordentliches NAS oder ein Ansatz wie dem des Drobo die bessere Lösung.

Was steht bei euch zu Hause? Wenn Server, welches OS kommt zum Einsatz?

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4 Responses

  1. tux. sagt:

    Bei mir zu Hause arbeite ich eigentlich derzeit nur mit einem Laptop, von dem aus ich auf fünf Webspaces, einen vServer und zwei Shells zugreifen kann. Genügt eigentlich.

  2. bal sagt:

    Ubuntu 804 LTS Server mit Xen und geschätzt mind. 8 virtuellen Maschinen, die hauptsächlich ebenfalls unter 804LTS laufen aber auch ein debian und noch eine winxp hvm.
    ich hab auch viel spaß damit :D ein nas würde die aufgaben nicht hinbekommen in meinem fall.

  3. Patrick sagt:

    Ich würde mir immer nur einen eigenen Server zu Hause hinstellen. Ein 2-Bay NAS kostet meist schon so viel wie ein kleiner Server, ist aber nicht so anpassungsfähig.

    Geplant ist bei mir, irgendwann eine Kiste mit etwas mehr Power hinustellen, 4 HDDs rein, TV-Karten rein (MediaPortal TV Server), und Virtualisierungsserver drauf.

    Darauf installiere ich mir dann eine schicke Firewall, die meine Fritz!Box ablösen/ergänzen soll.

    Und natürlich bereitet so ein System natürlich wahnsinnig Freude :P

  4. Nils sagt:

    @Patrick: Kann ich nur zustimmen. Wenn ich mir ein NAS zulegen würde, dann auch ein ordentliches und da ist man sogar schnell weit über dem Preis eines kleinen flexiblen Servers :)