Feb 22, 2011 von Nils
Einstieg in den Google Reader
Schon länger hat sich der Googlereader bei mir als die zentrale Anlaufstelle meiner RSS-Feeds etabliert. Über die Zeit habe ich nicht nur die Optik an meine Bedürfnisse angepasst, sondern auch einige nützliche Details des Newsreaders kennengelernt. Wer noch nie Googles Feedreader genutzt hat, oder ein paar weitere hilfreiche Tipps sucht, sollte hier also genau richtig sein:
Interface Anpassen:
Wie für Google Produkte typisch, glänzt auch der Reader nicht gerade mit einer ansehnlichen Oberfläche. Was mir bei Gmail weniger ausmacht, empfinde ich beim Googlereader als extrem störend. Zum Glück gibt es einige angepasste Stylesheets, die diesem Umstand entgegenwirken. Mein Favorit ist ganz klar Helvetireader, welcher hier bereits Erwähnung fand.

Im Vergleich zum Original ist Helvetireader deutlich aufgeräumter, da die meisten unwichtigen Dinge ausgeblendet werden und sich das Design auf den Inhalt der Feeds konzentriert, anstatt alle Zusatzfeatures anzuzeigen.

In meinem Fall lasse ich mir gerne alle neuen Artikel lediglich mit Blogtitel und Überschrift anzeigen, da ich so deutlich schneller die wirklich interessanten Beiträge herausfiltern kann. Soll wirklich jeder einzelne Artikel gelesen werden, macht eine andere Ansicht eventuell mehr Sinn.

Die entsprechende Einstellung zur Anzeige der Feeds sind beim Helvetireader ein wenig Versteckt über dem Bereich für die Artikel zu finden. An dieser Stelle lässt sich auch die aktuell geöffnete Ansicht als Startseite definieren und die Art der Sortierung bestimmen. Leider fehlt hier anscheinende die Einstellung für die Listenansicht, weshalb hierfür kurz auf das Standard Theme gewechselt werden muss.

Da bei mir täglich mehrere hundert Einträge eintreffen, bietet sich besonders die Listenansicht an, um für eine bessere Übersicht zu sorgen und gleichzeitig nicht so viele Inhalte laden zu müssen, was besonders bei einer schlechten Internetanbindung Sinn macht.
Feeds in Ordner sortieren
Bei Feed Abonnements im zwei- bis dreistelligen Bereich sind auch Googlereaders Ordner eine schöne Möglichkeit, um die Inhalte zu kategorisieren. Einem Feed können hierbei auch gleich mehrere Ordnern zugeteilt werden, weshalb diese auch eher als Tags anzusehen sind.

Anstatt immer alle Feeds gleichzeitig zu betrachten, kann so auch schnell nach Kategorie gefiltert werden, was die Arbeit mit dem Feedreader erheblich beschleunigt. So habe ich beispielsweise Blogs über Windows, Linux oder Mac OS in separate Ordner gelegt und kann mich dadurch gleich viel gezielter informieren.
Shortcuts Nutzen
Einer der Hauptgründe, warum ich lieber das Webinterface nutze, sind die zahlreichen Shortcuts, die die Bedienung erheblich vereinfachen. Wie auch bei allen anderen Google Produkten, kann hierfür eine Übersicht mittels ‘?’ hervorgeholt werden.

Wer mit dem Umgang der Kommandozeile vertraut ist, wird sich wohl auch auf diesem Gebiet schnell zurechtfinden, da hier Software wie Vim oder Mutt als Vorbild herhalten musste.
Die wichtigsten Tastenkürzel:
- G, gefolgt von A -> Springt zur Gesamtübersicht
- G, gefolgt von S -> Springt zu den markierten Artikeln
- Shift + N/P -> Nächster/Vorheriger Ordner
- Shift + O -> Ausgewählten Ordner öffnen
- S -> Ausgewählten Artikel markieren
- F -> Seitenleiste ausblenden
- N/P -> Nächster/Vorheriger Artikel
Globale Einstellungen
Die globalen Einstellungen des Googlereaders sind nicht sonderlich spannend, und die Standard Werte finde ich persönlich schon optimal gewählt. Lediglich die Anzeige der Favicons in der Seitenleiste habe ich noch zusätzlich aktiviert.

Mir bleiben so kaum wünsche offen. Selbst hervorragende Software wie NetNewsWire oder Reederkonnten bei mir nicht das aufgeräumte Webinterface ersetzen. Wer darüber hinaus noch gerne seine markierten Artikel komfortabel auf Twitter verteilen möchte, findet aktuell bei Tim den passenden Artikel. Weitere Tipps und Hinweise sind wie immer gerne in den Kommentaren gesehen
Ähnliche Beiträge:

Der Google Reader bleibt für jemanden, der ziemlich viele verschiedene Blogs verfolgt, unbenutzbar. Eine Ordnerebene genügt nicht.
Ich benutze auch den Google Reader, allerdings in der Standardansicht (also keine Veränderung am Aussehen) und das reicht mir auch so.
1) ich hab den Google Reader noch nie benutzt…
2) irgendwann versteck ich doch mal deine Tastatur…
Und sage: guck mal Nils, DAS ist eine Maus! Da kann man in Win auch allerlei mit machen…
3) Kommandozeile? Ei wei…
Benutze ebenfalls den Google Reader. Für mich unverzichtbar – spätestens seit es auch eine Android Version gibt. Ärgerlich finde ich nur, dass sich Google Reader gern mal >100MB Hauptspeicher grallt. Leider hab ich noch keine brauchbare Applikation für Ubuntu gefunden, die mit Google Reader synchronisiert. Liferea kann das zwar, allerdings scheint Liferea nicht multithreaded zu sein. Bei meinen > 300 RSS Abonnements friert dadurch die Oberfläche ständig während der Synchronisierung ein.
Ich bin seit längerem auch komplett auf den GoogleReader umgestiegen – allerdings habe ich ein “schöneres” Design gefunden:
https://addons.mozilla.org/en-us/firefox/addon/google-redesigned/
Für mich der absolute Hammer, weil auch GoogleMail, die GoogleDocs und der GoogleCalendar mit demselben Theme versehen werden (können).
Ich benutze seit längeren Zeit feedly.com mit Google reader.
Nutze den Reader von Google auch von Anfang an und seid dem ich weiß das man die Navigationsleiste ausblenden kann… finde ich den sogar besser denn jeh zu vor..
Ich benutze ebenfalls bereits schon seit gut 1.5 Jahren nur noch den Google Reader.
Bietet alle Funktionen die ich benötigte, ist komfortabel zu bedienen, Mobile verfügbar und benötigt keinen Wartungsaufwand wie etwa ein Tool auf dem eigenen Webserver.
So genügsam wäre ich auch gern.
“So genügsam wäre ich auch gern.” Wünsche und Vorsätze? sind immer gut…
[...] Einstieg in den Google Reader Für Nutzer des GoogleReaders [...]
Ich verfolge ca. 80 Blogs. Das tue ich immer noch mit dem Google Reader und bin mit dem Ding sehr zufrieden. Super Reader unter Chrome ist aktiv + Reader Plus. Das Auge isst ja mit.
War eigentlich nie so ein Fan davon aber mit dem Google+ will ich das dann doch alles unter einem Dach haben. Macht zumindest jetzt mehr Sinn. Von daher vielen Dank für deine Anleitung